25. Januar 2009

Luxor Teil I

Abgelegt unter: - Abenteuerurlaub, - Afrika — Judith @ 20:37

Unsere Reise durch das ferne Ägypten beginnt in Luxor. Beste Reisezeit sind hier die Monate, in denen in Deutschland tiefer Winter herrscht, dann ist es in Ägypten angenehm warm, Niederschläge so gut wie nie.

An Sehenswürdigkeiten mangelt es Ägypten wahrlich nicht, denken wir nur an die vielen Pyramiden. Pyramiden sind überhaupt ein Stichwort, denn es gibt gravierende Unterschiede. Abhängig von der jeweiligen Dynastien unterscheiden sich auch die Grabstätten der Pharaonen.

Die imposanten Pyramiden von Gizeh hat wohl jeder schon einmal auf Bildern oder im Fernsehen gesehen. In Kairo stehen diese Gräber der Pharaonen der alten ägyptischen Dynastie. In Luxor gibt es keine Pyramiden, hier sind die Monumente des neuen Ägyptischen Reiches zu finden.

Die Unterschiede erklären sich denkbar einfach. Der verstorbene Pharao wurde mit sämtlichen Reichtümern beerdigt, die ihm bei seiner Reise durch die Unterwelt dienlich sein sollten. Allerdings wurden diese Reichtümer schnell von Grabräubern gestohlen. Man entschied sich nun, die Pyramiden kleiner zu gestalten und dabei die Reichtümer in ein unterirdisches Labyrinth unter der eigentlichen Pyramide zu verlegen. Auch diese wurden relativ schnell Opfer von Grabräubern.

Aus Schaden wird man klug, so auch die Ägypter. Nun verschwanden die Pyramiden und die Grabstätten wurden in die Kalksandstein-Berge geschlagen. In West-Teben, dem Tal der Könige findet man die Gräber der 62 Pharaonen des neuen ägyptischen Reiches. Dort sind alle Gräber freigelegt worden, nach einem und zwar dem von Ramses des 8ten, wird allerdings noch gesucht, dieses blieb bis heute verborgen.

Leider schädigen Atemluft und die Blitze der Fotoapparate der Touristen die schönen Malereien im Inneren der Gruften. Geschützt werden diese Kunstwerke durch konstante Schließungen einzelner Gräber alle halbe Jahre. Demnach sind immer unterschiedliche Grabstätten zugänglich, niemals alle zusammen.

Neben jeder Pyramide wurde einem Pharao auch immer ein Tempel erbaut, der nach seinem Tode erst zur Verehrung genutzt wurde. Hiervon sind allerdings kaum noch Anlagen soweit erhalten, die meisten Überreste finden sich als Ruinen wieder.

Der Tempel von Luxor hingegen hat nichts mit den Pharaonen zu tun. Zum einen ist der Standort falsch, nur im Westen befinden sich Tempel und Gräber, da hier die Sonne untergeht und hier der „Sonnengott“ stirbt. Im Osten geht die Sonne auf, der „Sonnengott“ wird also geboren, demnach spielte sich das Leben der Ägypter im Osten ab.

Der Tempel von Luxor befindet sich im Osten der Stadt und ist dem Sonnengott Amun gewidmet. Einmal im Jahr wurde für ein paar Tage eine Statue des Amun, seiner Frau und seines Kindes in diesen Tempel verbracht und der Öffentlichkeit ein Teil der Tempelanlage zur Opferbeibringung zugänglich gemacht. Eigens dafür wurde der Tempel errichtet – unendlich viel Mühe für eine steinerne Statue.

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